Conscious Dancing Toulouse
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TOULOUSE Blog

Der Blog für Tanz, Bewegung und Bewusstsein

Was ist Dir das Toulouse wert?

Ein Update zur aktuellen Lage liegt an. Seit einigen Wochen ist in der Beatbox mehr Platz auf der Tanzfläche. Eigentlich schön, aber nur eigentlich …

Für Eylin und für mich ist eine Voraussetzung, das Toulouse am Leben zu halten, dass sich dieser Ort auf Basis der hier durchgeführten Veranstaltungen wirtschaftlich trägt. Das hat auch bis vor ein paar Monaten gut geklappt. Und dann kamen plötzlich weniger BesucherInnen in die Beatbox. Erst dachten wir, es läge am kalten Wetter und der anschliessenden Erkältungswelle. Das kann es aber nicht gewesen sein, denn auch unter veränderten klimatischen Bedingungen findet kein Wandel statt. Wir sind ratlos. Aktuell subventioniere ich jede Person, die in die Beatbox kommt, pro Abend mit 4.- Euro. Das ist kein Modell für die Zukunft. Wenn sich in den kommenden Wochen hier nicht eine eindeutige Trendänderung zeigt, bleibt mir nichts anderes übrig, als die Aktivität in den Räumen im Beerenweg 2019 zu beenden.

Kurz zum Hintergrund: Ich könnte sicherlich mehr tun, um Einnahmen für das Toulouse zu erzielen. Ich könnte Zeit investieren und mich um eine bessere Auslastung bei den Vermietungen kümmern. Zu diesem Job bin ich allerdings nicht bereit. Schon vor zwei Jahren hatten wir in den Raum gestellt, dass wir eine oder mehrere Personen für die Raumvermietung als auch die Administration des Toulouse suchen würden. Es ist nicht so, dass in den Jahren niemand aufgetaucht wäre. Allerdings waren die Grundbedingungen von einigen, die fit für diese Aufgabenbereiche gewesen wären, ein Grundgehalt von bis zu 3500.- Euro pro Monat für eine maximal 20h-Woche. Und dieses Geld haben wir leider nicht zur Verfügung. (Gleichzeitig habe ich auf diese Weise noch mal eine freundliche Rückmeldung bekommen, was die von mir komplett unentgeltlich geleistete Arbeit im Toulouse wert ist …)

Zurück zum Thema unserer Ratlosigkeit. An den Eintrittspreisen kann es nicht liegen. Wir berücksichtigen bei jeder Person, die im Toulouse tanzen möchte, die individuelle finanzielle Lage. Es ist durchaus möglich, über einen Eintritt von 15.- Euro unterschiedliche Ansichten zu haben. Aber das ist der Eintritt für alle, die diesen in unseren Augen angemessenen Beitrag zahlen können. Gleichzeitig bleibt bei uns niemand vor der Tür und Du kannst sogar umsonst zu unseren zentralen Tanzveranstaltungen wie BUDDHAS BEATBOX und CONCIOUS DANCING kommen, wenn Deine persönliche finanzielle Lage eng ist. Werbung? Wir haben in den vergangenen Monaten viel Geld für Anzeigen ausgegeben, sowie seit der Übernahme etliche Aktionen mit verschiedenen Werbemitteln gestartet. Die Stimmung bei den Tanzveranstaltungen? Ist hervorragend wie eh und je. Woran mag es also liegen? Ist das Toulouse vielleicht einfach „vorbei“ und wir sollten jetzt das letzte Jahr einläuten?

Meine persönliche Motivation, die Leitung des Toulouse zu übernehmen, habe ich vor kurzem schon in dem Blogbeitrag „Die Krönung des Tanzes“ geschildert. Wie eingangs erwähnt endet meine Bereitschaft allerdings da, wo ich dauerhaft finanzielle Subventionen bereitstellen muss.

Wie ist Deine Meinung zum Thema? Wir freuen uns über kreative Beiträge. Weiter unten kannst Du bei "Kommentare" Deine Gedanken schreiben.  

Um meine Gedankengänge hierzu noch abzurunden - den Veranstaltungsort möglicherweise zu schliessen, ist für mich in Konsequenz damit verbunden, für die Kernveranstaltungen wie BEATBOX und CONSCIOUS DANCING nach geeigneten alternativen Räumen Ausschau zu halten. Das würde aber vermutlich bedeuten, dass es nicht mehr an jedem Samstag eine Beatbox gäbe und einen Chill-Raum vermutlich auch nicht …

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Matthias
Danke für Deinen Beitrag! Ja, ich tanze auch lieber zu früherer Stunde. Warum kommst Du nicht mal zum Conscious Dancing? Wenn Du ... Weiterlesen
Mittwoch, 30. Mai 2018 16:45
Matthias
Danke Dir! Bei der Gelegenheit mag ich gerne sagen, dass es noch mehr Menschen wie Dich gibt, die das Toulouse finanziell unters... Weiterlesen
Mittwoch, 30. Mai 2018 17:07
Matthias
Danke für Deine Anregung bezüglich des Getränkesortiments. Leider hat das Toulouse keine Schankerlaubnis. Und das braucht es, um d... Weiterlesen
Mittwoch, 30. Mai 2018 16:53
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Die Krönung des Tanzes

Tanzen in Buddhas BeatboxBUDDHAS BEATBOX ist ein sehr besonderes Pflaster, das von ebensolchen Menschen betreten wird. Es braucht schon etwas Mut, sich am Samstag Abend im Toulouse auf das Parkett zu wagen – der Raum ist pure Schwingung. Es beginnt beim Untergrund – der schwingende Holzboden ist nicht fixiert. Wer sich auf diesem Untergrund von der Musik in Schwingung bringen lässt, tanzt barfuss oder zumindest ohne Schuhe. Die Schuhe in einem öffentlichen Raum auszuziehen, sich mit einem (schwingenden) Boden zu verbinden und auf diese Weise die Rhythmen intensiver durch den Körper strömen zu lassen, ist für viele Menschen eine Herausforderung.

Wer schon seit 20 Jahren barfuss tanzt, findet Barfusstanzen vielleicht normal. Es lohnt sich aber diese Qualität des Tanzens immer mal wieder bewusst wahrzunehm      en und auch gerne mal den Unterschied zu einem Ort zu spüren, an dem Du mit Schuhen tanzt.

Besonders ist im Toulouse auch die Musik. In keiner anderen mir bekannten Tanzlocation mixen 5 DJs eine derartige Vielfalt musikalischer Genres, die dabei auch noch gut zusammenpassen. Weiterhin anzumerken: Manche BesucherInnen der Samstage kommen ohne Rauschmittel in einen ekstatischen Zustand. Das gibt es selten. Zugegeben - Tanzveranstaltungen ohne Alkohol hätte ich selber vor vielen Jahren auch nicht besucht. Ich kann verstehen, dass es so einige Hürden gibt, den Weg in die Beatbox zu finden. Aber einmal dort angekommen besteht die Möglichkeit, Tanzen pur zu erleben …

Nach 17 Jahren als Tanzende haben Eylin und ich 2016 die Administration des Toulouse übernommen. Auch wir tanzen weiter. Im Herbst 2017 haben wir uns dann mal getraut, an einzelnen Samstagen ein neues Motto auszugeben. Das Projekt hiess „Purely dancing“. Und es ging  darum, ein weiteres Qualitätsmerkmal für erlebnisreichesTanzen zu definieren. „Purely dancing“ bedeutete, auf der Tanzfläche keine VERBALE Konversation zu betreiben. Doch es war nicht möglich, die Absicht wirklich deutlich zu machen. Die Irritation bei einigen Gästen war größer als von uns erwartet.

Auf diese Weise entstand die Idee im Toulouse für ein neues Format: CONCIOUS DANCING gibt es seit Januar jeden Donnerstag. Zu den schon genannten Herausforderungen wie Barfusstanzen auf einem Schwingboden, kein Alkohol, keine verbale Konversation im Tanzraum, kamen gleich noch ein weiterer Schwung von Intensivierungsverstärkern hinzu: Die Veranstaltungen beginnen mit einer angeleiteten meditativen Einführung, die das Herauslösen aus dem Alltag erleichtern kann. Es gibt einen gemeinsamen Anfang und einen gemeinsamen Abschluss. Das Erleben im Tanz darf nach dem Tanz im Gegenüber und/oder in einer Sharingrunde geteilt werden. Wer dabei ist, sucht nach dem, was für sie oder ihn an diesem Abend stimmt – Du bleibst im Raum, was aber nicht bedeutet, alles zu tun, was die anderen tun.

Du findest Deinen Weg, probierst Dich aus – wenn alle ganz wild sind, bleibst Du vielleicht äusserlich ganz still. Du sitzt, wo auch immer Du sitzen magst und lässt Dich von der Musik innerlich bewegen. Du wirst langsam, wenn die anderen schnell sind. Oder du wirst gemeinsam mit den anderen schnell. Du gehst in Kontakt oder bleibst auch gerne den ganzen Abend für Dich. Du darfst lachen, weinen, Deinen Gefühlen Ausdruck geben. Du darfst ganz still sein. Du darfst herausfinden, was Deins ist.

CONCIOUS DANCING bietet Raum, Dich selber tiefer zu erfahren und das Spektrum Deiner Möglichkeiten weiter werden zu lassen. Durch die Reduzierung von Ablenkung bist Du für ein paar Stunden intensiv mit Dir selber verbunden und kannst dabei Dich selber besser kennen- und lieben lernen. Durch das Teilen des Raumes mit den anderen und ein Dich Einlassen, wie die Musik mit Dir an jedem einzelnen Abend tanzen möchte, ersparst Du Dir Deinen Psychotherapeuten oder deinen Guru und kannst für Dich herausfinden, dass es im Leben keiner Anstrengung bedarf.

CONCIOUS DANCING ist mit seinem Potenzial die Krönung des Tanzes. Auch Dein Tanzen in BUDDHAS BEATBOX wird sich durch die Erfahrungen im CONCIOUS DANCING verändern, selbst wenn der Samstag unser Partytag bleibt. 

(Ich beschäftige mich seit vielen Jahr mit Tanz. Weitere Gedanken auch in einem Beitrag mit dem Titel „Tanzen“, den Du sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch lesen kannst. Die englische Übersetzung stammt von einem Tänzer, der das Toulouse schon seit vielen Jahren als Ort der Schwingung schätzt.)

Foto: Max Nemo

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Ein CI-„Mad"ley

Es jährt sich ein besonderes Element des Toulouse Instituts. Unserer Meinung nach ist dieses Element kaum noch wegzudenken. Wir sind begeistert- immer wieder und immer mehr. Verrückt danach sozusagen... 

Ein Teilnehmer des ersten Kurses formulierte es in etwa so: „Ein paar merkwürdige Typen rollen sich hier und da am Boden, tanzen wie Verliebte und machen komische bis artistische Bewegungen- doch dahinter steckt Konzept!“ Ein ruhiger, präsenter und liebevoller Mann bringt interessierten Menschen die sogenannte „Contact Improvisation“ näher. Tilman ist ein beeindruckender Lehrer, der Achtsamkeit, Sensibilität und Begeisterung für „Contact“ wunderbar ansteckend vereint. Die monatlichen Ankündigungen des Kurses und seines jeweiligen Themas beginnen immer mit den folgenden, berührenden Worten:

Blog 2„Aus achtsamer Wahrnehmung und bewegendem Kontakt erwächst diese freie Tanzform, folgt dem Flow und erblüht in der Individualität und Präsenz ihrer Tänzer.“ - so sieht das Tilman Rickert, der Leiter des monatlichen CI-Kurses. Contact Improvisation ist ein zeitgenössischer Tanz, bei dem es um die aktive Entdeckung der individuellen Bewegungsmöglichkeiten geht, die ein oder mehrere menschliche Körper ausführen können. Diese Tanzform gibt Raum und Zeit für Achtsamkeit und Wahrnehmung, Körperbewusstsein und -intelligenz, Spieltrieb und Forschergeist. Musik kommt dabei zunächst -wenn überhaupt- nur dezent zum Einsatz. Vorkenntnisse in Tanz oder Bewegung sind nicht notwendig.

Anschließend folgen bei den Ankündigungen ein paar philosophisch-verlockende Sätze zum spezifischen Thema. Und die haben es in sich! Tilman bieten dafür eine lyrische Steilvorlage und daraus wird in künstlerisch freier Zusammenarbeit (ja ein der CI-Praxis ganz verwandter Schaffensprozess) ein kleines Wunder. Es fehlt nicht viel und die tanzenden Worte würden zu Gedichten über die „besonderbaren Dimensionen“ des Tanzens. Um diese kleinen Wunder zur herzlichen Anerkennung des ersten gemeinsamen Jahres noch einmal ganz in das Licht der Aufmerksamkeit zu rücken, schenken wir hier den Rahmen:

Es fand seinen Anfang mit „Punkt, Fläche und Raum“. Was im Punkt beginnen kann, zur Fläche ausgedehnt wird und sich schließlich im Raum in die letzte körperlich begreifliche Dimension erstreckt: Das alles kann der Tänzer ergreifen...! Die ungeheure Konzentration der Aufmerksamkeit im Punkt weitet sich in unbeschreibliche Empfindungen von Vollkommenheit und eine Achtsamkeit, die ihresgleichen sucht.

Ob Punkt, Fläche oder Raum - überall findet letztlich Kontakt statt!
„Kontakt und Kommunikation“ ist unser täglich Brot. Sobald wir im Kontakt zu einander stehen, kommunizieren wir, senden und empfangen Informationen - bewusst und unbewusst. Also eigentlich nicht nur überall sondern auch immer!
Im Tanz läuft das natürlich nonverbal ab.
„Wenn wir es schaffen, den Kopf und seine Bilder loszulassen, wird der Tanz zu einer intuitiven Kommunikation der Körper. Je eloquenter dabei ein Körper ist und je facettenreicher der Kontakt, desto bunter ist der Tanz.“, weiß Tilman. Wir können im Tanz unser körpersprachliches Vokabular erweitern, die Körperkommunikation und diverse Kontaktqualitäten untersuchen und ihre Auswirkungen auf den Tanz erfahren. Innerhalb dieser Prozesse erleben wir oft unsere „Durchlässigkeit“…noch so ein Wort, welches mit seinen inhaltlichen Möglichkeiten Bücher füllen könnte…

Aber wie kann man sich denn nun ganz praktisch an solche Dimensionen annähern...?
Im Tanz gibt es eine unendliche Vielzahl von sensorischen, optischen und akustischen Reizen und Impulsen, die uns herausfordert. Im besten Falle lassen wir die alltägliche Gedankenwelt los und versuchen uns für jene intuitive und wortlose Stimme frei zu machen. Es ist ein bisschen wie, einer Suffleuse zu lauschen, die uns immer ganz präsent begleitet. Wenn es gelingt, sich dieser Stimme zu öffnen und sich hinzugeben, werden wir durchlässig für innere und äußere Impulse und landen in einem erfüllenden Bewegungsfluss, der eine Trennung in Impuls und Reaktion nicht mehr kennt.

Blog 1Das Thema „Gewicht & Schwerkraft“ kann ebenso Einblicke schenken, die unsere normale Wahrnehmung beflügeln: Etwas so Alltägliches wie unser Gewicht im freien Spiel mit der eigentlich zwingenden Schwerkraft zu erleben, kann uns solche Flügel verleihen, dass wir die entstehende Freiheit durch die bindende Basis erkennen! Wo wäre die Freiheit, sich über die Schwerkraft zu erheben, ohne Gewicht? Mal ganz abgesehen von der physischen Schwere: Im Grunde ist es doch sogar für den Kopf nachvollziehbar, dass es Momente gibt beziehungsweise wir bewusst Räume gestalten können, die uns jenseits von der Schwere von Bewertungen leben lassen. Räume, in denen wir durchlässig sind und uns für intuitive Strömungen öffnen. Momente, in denen Sorgen losgelassen werden können und Ängste auf einmal den Schrecken verlieren. Wir schauen liebevoll und aufmerksam hin (beziehungsweise dahinter) und sehen den Fluss, den Wandel, die Gewissheit im ewigen Spiel des Sinns- auch „Flow“ genannt. Beim Tanz der Contact Improvisation fokussieren wir zunächst stark auf die Leiblichkeit, weshalb unter Umständen Gedanken viel weniger stark wahrgenommen werden als beispielsweise beim Laufen. Der Flow hat also viele Gesichter, Gefühle kommen und gehen und in ihm fällt es leichter, nicht zu bewerten. Der Vielgesichtige wird oft gefunden beim Tanzen, Malen, Laufen, Kuscheln und auch bei der Geburt eines Kindes.

Ganz im Flow, lassen wir uns an dieser Stelle zum nächsten Thema führen: „Innen und Außen“. Es ist jedes Mal auf's Neue faszinierend, wie spektakulär transzendental die einfache Körperlichkeit sein kann! Denn mein „Innen“ ist dein „Außen“ - und umgekehrt... Und manchmal fühlt sich „mein Außen“ wie „mein Innen“ an, wenn ich durch Empathie und Achtsamkeit erspüre, dass „wir den selben Herzschlag haben“. Spannend wird es, wenn wir uns gleichzeitig als „zwei und doch eins“ erkennen und Innen und Außen sich vermischen...
Verwirrt? Wie soll man denn auch theoretisch beschreiben, was doch am Besten ganz praktisch erfahren werden kann?! Am allerbesten beschreibt es sich aus der Mitte!

„Aus der Mitte in die Bewegung“.
In der Mitte liegt die Kraft.
Aus unserer Mitte heraus handeln wir im Einklang mit unserem Selbst. Wie ist es, sich von diesem Punkt aus in Bewegung zu bringen? Mit mir selbst verbunden zu sein in allem, was ich tue?
Die Mitte (gemeint ist der Bereich um Becken und Bauchnabel) ist in der Contact Improvisation oft Dreh- und Angelpunkt unserer Bewegungen. Mit ihr folgen wir unserem Partner, spüren unseren eigenen Ort im Raum und können uns orientieren, wenn unsere Füße einmal oben sind, der Kopf vielleicht links und die Hände irgendwo dazwischen... Hier können wir leicht Stabilität herstellen, um Gewicht abzugeben oder aufzunehmen.

Die Möglichkeit, der Gegenwart zu begegnen, ist sehr groß, wenn wir uns in der eigenen Mitte befinden - gepaart mit "Nicht Wissen"... Wenn wir diese Haltung einnehmen, dann haben wir die Chance, etwas wirklich Neues zu erfahren. Was wir kennen, weil es in die Schablonen aus bekannten Vorstellungen und Gefühlen passt, kann nicht vergessen, aber doch einmal beiseite gelegt werden (an der Garderobe des Toulouse gibt es extra dafür vorgesehene Haken). Wir können die bekannten Muster ablegen, damit unbekannte Ergebnisse hervorgebracht werden können.
Nicht neu-"gierig" sein- denn jede Gier setzt eine Sehnsucht nach etwas Fehlendem - mit anderen Worten: einen Mangel - voraus. Fokussieren wir aber den Mangel, verweigern wir uns der Gegenwart. Offen sein, gegenwärtig sein - dann kann sich Gegenwart ereignen.
Wie gesagt, klingt das alles gleichsam spannend wie verwirrend. Doch wir haben erlebt, dass diese wundersamen Gedanken und Ideen auf den (Tanz-)Boden der Tatsachen gebracht worden sind. So funktioniert das nämlich in einem CI-Kurs - es ist ein „CI-Laboratory“, ein Forschungszentrum. Der Kurs eröffnet uns den Raum, individuell Bewegungen und Figuren kennenzulernen und daran zu arbeiten. Im technischen Contact-Unterricht werden normalerweise Standardbewegungen frontal vorgestellt und dann wenige Male in der Gruppe eingeübt. Auf sogenannten Jams, also im freiem Tanz, nimmt man sich dann aber selten die Zeit, wirklich in eine Übungsphase einzutreten. Daher kommt das effektive Erlernen der Techniken oft viel zu kurz.
Der Kurs schließt diese Lücke und bringt "Individualität in Bewegung" - und damit sind wir bei unserem Thema des Monats April 2018 angelangt.
Die Bandbreite von Entwicklung ist erstaunlich!!! Von einfacher Horizonterweiterung über die Erfahrung mit Grenzerlebnissen bis hin zum neuen Selbstkonzept- manchmal über Nacht. Alles ist möglich! Der Körper erscheint als Ausdruck der menschlichen Seele - und der Tanz ist seelischer Ausdruck des Körpers.
Bewegungen werden Beobachtungsobjekt.
Was macht meine Bewegung einzigartig, worin unterscheidet sie sich von anderen? Was fühlt sich gut an, was weniger? Gewohnheiten finden und ausreizen (vielleicht auch überreizen) und darüber ganz gemütlich neue Bewegungsräume - ja, Spielräume finden... und sich in diesen Räumen frei bewegen...
Die Achtsamkeit für den eigenen Körper, die inneren und äußeren Impulse, die Sensibilität für Stimmungen -auch zwischen den Tänzern: Das alles ist wundersam und erstaunlich. Merkwürdig! Würdig, bemerkt zu werden! Und all das kann eine Ahnung entstehen lassen für die Begeisterung. Begeisterung für diesen besonderen zeitgenössischen Tanz, der mit so viel Lust an der Freiheit und am Spiel die unzähligen Möglichkeiten erforscht...

Eigene Wahrnehmungen des Inneren wie Äußeren, Kontakt- und Bewegungsqualitäten, Körperkommunikation, Umgang mit Schwere und Beschwerendem und allgemein der achtsame Umgang mit eigenen und fremden Grenzen - verschiedenste Aspekte wurden nun beschrieben. Und diese sind wunderbarerweise vollkommen losgelöst von tänzerischer Vorkenntnis oder gar der körperlichen Konstitution - jeder ist innerhalb seines Rahmens frei!
Und jeder kann mutig sein, diesen Rahmen zu erweitern...
...und sich selbst überraschen!

Contact Improvisation - wo, wenn nicht in einem Zentrum für Tanz, Bewegung, Kreativität und Bewusstheit?!
We are madly in love with Contact!

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Franziska
Liebe Gita! Zunächst einmal lieben Dank für deinen Kommentar! Es gibt kurze monatliche Ankündigungen zu jedem bevorstehenden Kur... Weiterlesen
Donnerstag, 14. Juni 2018 08:20
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Toulouse auf Facebook und auch bei Instagram

Eine Information für alle, die auf Facebook aktiv sind und die bisher unsere neue Fanseite noch nicht kennen …

ToulouseCommunityDas Toulouse ist bei Facebook zweifach zu finden: Es gibt eine offizielle Seite des Toulouse-Instituts. Hier schreibt in erster Linie Franziska, die für uns die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit macht. Und es gibt bei Facebook die Toulouse-Community. Letzteres ist eine Gruppe, in der die, die ins Toulouse kommen bzw. am Toulouse interessiert sind, ihre Meinung schreiben und miteinander kommunizieren können. Was seit ein paar Tagen „Toulouse-Community“ heisst, war vormals die sogenannte „Toulouse Buddhas-Beatbox“ Gruppe. Wir haben uns entschlossen, den Namen zu ändern und damit dem gerecht zu werden, dass das Toulouse nicht mehr allein aus der Beatbox, sondern aus viel viel mehr besteht.

Wenn Du also auf Facebook aktiv bist, schau gerne mal bei der Toulouse-Community vorbei!

Wenn Du nicht auf Facebook aktiv bist, erlaubt Facebook Dir auch nicht, unsere Seiten ungestört zu sehen. Es wird mit einer gewissen Penetranz verlangt, dass Du Dich registrierst. Facebook ist für mich ein ambivalentes Thema. Ich werbe in diesem Beitrag für den Auftritt des Toulouse-Instituts auf Facebook. Gleichzeitig möchte ich niemanden, der oder die bisher kein Facebook-Account hat, dazu anregen, sich bei Facebook anzumelden. Wer also nicht bei Facebook ist und über das Toulouse informiert sein möchte, wird auch in Zukunft über Medien wie Newsletter, Blog oder unsere Webseiten aus erster Hand alles erfahren, was wichtig ist.

Wir pflegen die Präsenz auf Facebook und auch Instagram, weil sich viele Menschen heute in erster Linie über diese Medien informieren und austauschen. Und als Anbieter kommen wir offensichtlich nicht um Medien wie Facebook herum, wenn wir auffindbar bleiben wollen. Ich selber habe kein Facebook-Account und weigere mich auch weiterhin persönlich, dem privatwirtschaftlich und von niemandem kontrollierten Unternehmen Facebook (inkl. Instagram und Whatsapp) meine Daten zur Verfügung zu stellen. Facebook ist ein Unternehmen, das Daten zu Geld und voraussichtlich auch irgendwann zu Politik macht. Ein umfassendes Thema, welches ich gerne an anderer Stelle weiter ausführen mag.

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Erleben im Tanz oder „Wenn der Frühling heranstürmt..."

Reise bearbeitetMotive für das Tanzen gibt es so viele wie es TänzerInnen gibt. Manche Motive bewegen uns -im wahrsten Sinne des Wortes- stärker als andere. Die Freude an Bewegung und Musik liegt wohl allem zugrunde, doch manchmal kann es unter Umständen auch ein starker Drang nach Selbsterkenntnis sein, der uns bewegt, uns im Toulouse zu bewegen.......

Von einem solchen Umstand möchte ich euch heute berichten- begleitet von Impressionen unserer neuen Ausstellung von Tommy James Peters- und euch teilhaben lassen an den nächtlichen Gedanken und Gefühlen einer Tänzerin nach dem Besuch des Toulouse. Wir können gemeinsam darüber staunen, was alles in Bewegung geraten kann und ans Licht getragen wird- durch getanzte Lebenslust...

 

Nach dem Tanz bin ich vor lauter Sinnlichkeit von Sinnen,

leicht und schwer zugleich,

bin unendlich froh, dass ich nur berauscht durch Bewegung und Musik bin,

ansonsten der Raum frei von anderen Drogen,

die mich meiner erleichternden und erdenden Klarheit noch länger berauben würden...

Der Tanz ist mein Wunder- voll ergänzender Erkenntnisweg...

Tief im Moment bewegt zu meditieren,

zu sein

und so viel beobachten zu dürfen, dass mir schwindelig wird...

Ich bin froh über die Pause,

das Verdauen dieser Erfahrungen in der nun kommenden Woche...

 

IMG 20180318 120250 358Was mich gerade bewegte, ist wohl zu beschreiben als meine als weibliche Sinnlichkeit getarnte wütende Kraft, 

die mich selbst mitreißt,

je mehr ich von dieser Sinnlichkeit geblendete Augen sehe.

So verlockend dieses Spiel mit dem Feuer-,

so lustvoll der Tanz der Sinne auch sein mag:

Solange die Hingabe nicht dem Selbstzweck dient,

solange nicht Liebe der Antrieb ist,

solange ist die Vereinigung zweier Körper

- auch wenn es im Tanz unerträglich an mir dorthin zieht -

ein Missbrauch und füttert Energien, die vom Licht wegführen.

Meine scheinbare Hingabe sucht deine Niederlage durch deinen Kontrollverlust.

Ich sehe deinen davonrollenden Kopf und gaukle mir so einen Triumph vor,

dessen trügerischer Gewinn die Entfernung vom Einssein ist.

Jede Trennung

-vielleicht sogar erst recht diese, die im Schauspiel der Vereinigung stattfindet- 

verletzt.

Das ist die verbrannte Erde, die ich als durch deine Sehnsucht, ja Ohnmacht vermeintlich Erhabener hinterlassen würde.

Ich suche in der Einseitigkeit meines Lebensgefühls blind nach Eroberungen,

in der fehlgeleiteten Sehnsucht nach Integration,

in der vom Ego verdrehten göttlichen Absicht der Ausdehnung.

So vertilge ich jedes Du durch die Zerstörung, durch die Unterwerfung.

Du suchst in der Einseitigkeit deines Lebensgefühls blind für dein Selbst die

Lebendigkeit im Kontrast mit dem Gegenüber und wirst unwiderstehlich angezogen

vom durch das Ego verdrehte Feuer der Schöpfung

- der Zerstörung-

um dich im Augenblick des Todes lebendig zu fühlen.

Bearbeitet

Beide Seiten sind - ohne einander- in sich selbst der Hingabe nicht fähig und die körperliche Vereinigung verstärkte nur die Illusion und nicht unsere Fähigkeiten zu Lieben.

Bestenfalls diente sie der Enttäuschung.

Wahre Vereinigung also Integration führt ins Licht. Und die Sehnsucht führt mich tief hinein

- und es macht keinen Sinn, sie zu stillen...

denn dann verliert sie ihre Funktion...

Die Lust als Ziel vernebelt die Sinne und die Klarheit des Geistes.

Das lehrt mich der Tanz der Sterne und der Tanz der Körper unter ihnen....

Anonym      

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Wir lieben! ...Ein- und Ausdrücke der ersten Wochen...

Ohne Liebe ist alles nichts. Damit könnte sich dieser Beitrag eigentlich schon zufrieden geben, denn es ist alles geschrieben.....

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Wir nutzen dennoch aus gegebenem Anlass die Gelegenheit, ein wenig zu schwelgen und euch daran teilhaben zu lassen:

Seit Beginn des Jahres gibt es nun das neue Tanzformat „Conscious Dancing". Diese Veranstaltung ist ein besonderer Ort tänzerischer Selbsterfahrung und ergänzt die Veranstaltungs-Landschaft des Toulouse Institutes sehr passend.

Die letzten Wochen haben die beteiligten „Reise"-Leiter Michaela, Matthias und Ashish sowie Oliver, der als DJ neben Ashish Abende mit Matthias musikalisch begleitete, unbeschreibliche Erfahrungen machen dürfen- und mit ihnen viele Teilnehmer. Es gab wunderschöne, berührte, zarte, überwältigte, wortlose und wortreiche Rückmeldungen bei den Abschlussrunden -und viele leise, persönliche Gedanken auf den Heimwegen...

Blogbeitrag 14. Februar

Der Fokus der Abende lag sehr unterschiedlich - mal beim Skelett, mal beim Atem. In jedem Fall ermöglichte er allen Beteiligten einen einmaligen Zugang zu teilweise unbekannten (Innen-)Welten. Was auf der Webseite versprochen wird und zunächst einmal vielleicht etwas dramatisch klingt – eine „Reise in ein tiefes Tanzerlebnis" würde angetreten- wird wirklich erlebt!

Nie zuvor hatte eine Teilnehmerin beispielsweise ihren Atem „gleichzeitig als Schlüssel und Schlüsselloch" zu ihrem inneren Wesen erlebt. Sich selbst erkennen und aber auch über Bekanntes hinaus begleiten.... Für ihre Reise nach Innen war dieses Erlebnis sehr zentral und den ganzen Abend über -und danach- auf wundersame Weise spürbar. Sozusagen ein Schlüsselerlebnis. Andere beschrieben „unsichtbare Wände", konnten sich von außen zuschauen, sich neu erleben und ganz neugierig kennenlernen. Aufkommende Fragen, waren zum Beispiel: „Wer tanzt hier eigentlich (wen)?!" -Tanze ich mich selbst? Lasse ich mich von der Musik bewegen? Von Erwartungen? Von meinem Atem?

Ist Ashish Leiter des Conscious Dancing, so führt er die Teilnehmer auf seine ganz persönliche Art direkt in ihren Körper. Meditativen Zustände zu vertiefen ist ihm ein wichtiges Anliegen. Der durch Ashish geöffnete Raum ermöglichte es, dass sich bei einer Teilnehmerin ein erhellender und bewegender „Wechsel der Perspektive" bezüglich einer eingefahrenen, persönlichen Problematik vollziehen konnte.

Oliver war, bevor er einen Abend musikalisch begleitete, selbst mehrmals als Tänzer dabei und ebenso begeistert wie alle anderen. „Durch die TänzerInnen kann eine ziemlich krasse Energie im Raum entstehen, die durch die speziell ausgesuchte Musik zu einer Tieftaucher-Reise weitergeführt wird, wie ich sie sonst nur aus mehrtägigen Workshops kenne."

Wieso hat denn nun Conscious Dancing etwas mit Liebe zu tun?

„Conscious Dancing" lässt sich ganz konkret als Essenz des Toulouse erleben- das Kondensat, welches in der Beatbox lebt, sowie in jedem Winkel der Räume steckt...

Mal abgesehen davon, dass wir Tanzen lieben, und Tanz, Bewegung, Kreativität und Bewusstheit nicht nur drauf steht sondern auch drin ist- abgesehen davon ist das, was den inneren Raum des „Conscious Dancing" bildet und erfüllt, durch liebevolles Sein-Lassen gekennzeichnet.

Manche Grenzen werden aus Angst geschützt, manche hingegen aus Liebe gehalten. Es ist äußerst relevant, die Wahrnehmung dieses Unterschiedes zu schulen. Grenzen und Freiheit müssen sich nicht widersprechen. Dort, wo die Liebe wohnt, gehören die eigenen Grenzen zur eigenen Freiheit- und auch die Grenzen anderer kann die Liebe respektieren...mehr noch- begrüßen und schätzen. Im meditativen, innerlich angeschlossenen Zustand ist dem Reisenden der innere, liebevolle Antrieb klarer und bewusster wahrnehmbar und unterscheidbarer von der Hemmung aus Angst. Beim Tanz bewegen wir uns im besten Fall aus Liebe- und in ihrem Rahmen frei und (selbst) bewusst.

Den Teilnehmern des Conscious Dancing kann früher oder später deutlich werden, dass der Tanz dabei unterstützen kann, achtsam gegenüber den eigenen Bedürfnissen zu sein. Die wertschätzende Atmosphäre, frei von äußeren Bewertungen (durch andere), konfrontiert mit inneren (eigenen) Bewertungen und lädt ein, diese leichter loszulassen. Bewertungen kleben an unserer erlernten Art und Weise zu denken und sie loszulassen will geübt sein. Es lässt sich lernen- am besten spielerisch. Tanzend sozusagen. Auf diese Weise laden wir uns selbst und schließlich auch unsere Umgebung ein- zu einem wahrhaft liebevollen Tanz des Lebens.

In diesem Sinne:

Wir lieben Conscious Dancing!

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Ins Toulouse!

Martins GedichtDas Toulouse-Institut feierte gemeinsam ein erfolgreiches Jahr 2017! Einer unter uns wollte seiner Freude Ausdruck verleihen und überraschte uns mit einem "Tanz der Worte", den wir euch nicht vorenthalten wollen. In diesem Sinne bedanken wir uns nochmal bei ihm und bei euch (und uns) für das vergangene und freuen uns ganz außerordentlich über das vor uns liegende Jahr.

 Lasst uns Tanzen!
 
 
 
Ins Toulouse
 
Bewegung, Kreativität, Bewusstheit und Tanz
Das beschreibt unser Toulouse  - aber doch nicht ganz 

Beatbox, Yoga, Kuscheln und auch Meditieren
Menschen treffen, einander inspirieren 
Sich selbst entdecken und manchmal dabei schweben 
Hier ist ein schöner Teil vom Leben

DJs verbreiten ihre Magie
Bringen Tänzer in Euphorie 

Die Kursleiter tun es ebenso:
Sie machen ihre Gäste froh

Vor 2 Jahren: Toulouse fast am Ende
Eine unerwartete Wende

Doch dann zu unserem Glück
Kam die Lebensenergie zurück

Matthias und Eylin geben Geld und Kraft
So fließt im Toulouse neuer Lebenssaft

Der hält Altem die Treue
Und er gibt Raum für's Neue

Solange mich also meine Füße tragen
kann ich samstags sagen

Ins Toulouse!

 

Danke an Euch alle, die ihr das ermöglicht

Martin

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Neues Jahr - neues (Tanz-)Glück!!!

24.DezemberEin gesundes, bewegendes und bewegtes Neues Jahr Zweitausendundachtsam wünschen wir euch!

Vielleicht haben es euch die Englein schon geflüstert - oder ihr seid "sozial vernetzt" und habt "DIE Neuigkeit des Januars" schon erfahren:

Im Toulouse Institut wird es nun ab sofort einen weiteren außergewöhnlichen Tanzevent geben- er passt zum Bestehenden des Instituts und bietet doch etwas ganz einzigartig Neues im "Hamburger Tanzmultiversum"!

"Conscious Dancing" lädt die Teilnehmer ab sofort jeden Donnerstag um 19:30 Uhr ein, sich auf eine Reise zu begeben.
Die Abende beginnen mit einer kurzen Phase des Ankommens, Aufwärmens und Meditation, lassen viel Raum für die Erforschung des eigenen Tanzes und finden nach einem "Sharing" oder auch gemeinsam getragener Stille ihren Abschluss.

Abwechselnd angeleitet durch Matthias, Michaela und Ashish  dauert diese Reise zwischen 2 und 3 Stunden. Diese drei ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten werden die Teilnehmer auf ihre besondere Weise impulsieren und Raum schaffen für das Erforschen des persönlichen Tanzes, der eigenen Grenzen, Muster, Ängste und vielen anderen spannenden Aspekten....

Das Café wird immer ab 19 Uhr geöffnet sein und nach 19:30 Uhr ist kein Einlass mehr möglich. Außer Kleidung, die Bewegungsspielraum und Unterstützung des Wohlbefindens bieten, ist nichts weiter notwendig- auch keinerlei Vorkenntnisse im Bereich Meditation oder Tanz.

Mehr Informationen finden sich auf unserer Internetseite direkt unter www.toulouse.de/tanzen#ConsciousDancing

Wir freuen uns auf alle reisefreudigen Tänzer und ein " wonder full conscious year 2018"!

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Der Toulouse-Club – eine tolle Sache!

Vor ein paar Tagen habe ich mich mal mit der wirtschaftlichen Seite des Toulouse-Clubs beschäftigt. Dabei habe ich eine spannende Entdeckung gemacht.

Den Toulouse-Club gibt es jetzt seit mehr als einem Jahr und ich hatte mir die Frage gestellt, was denn so durch ein durchschnittliches Clubmitglied pro Besuch in der Beatbox in unsere Kasse kommt. Das Ergebnis war für mich unerwartet – der durchschnittliche Eintritt eines Clubmitglieds ist fast identisch mit der durchschnittlichen Zahlung für den Eintritt von Leuten, die nicht im Club sind.

Das hat mich erfreut, denn hier wurde etwas deutlich, was mir bisher nicht so klar war und was sich jetzt durch die Analyse der Zahlen bestätigte: wer im Club ist, ist auf zwei Arten solidarisch:

Zum einen unterstützt jedes Clubmitglied das Toulouse und ermöglicht es uns, die Beatbox und auch andere Veranstaltungen im Toulouse durchzuführen und dabei eine gewisse Planungssicherheit zu haben.

Zum anderen trägt jedes Clubmitglied dazu bei, dass Menschen mit geringen finanziellen Möglichkeiten ins Toulouse kommen können. Um dies ein wenig zu erläutern: Ich habe mir ausgerechnet, was jede einzelne Person im Club im vergangenen Jahr für einen durchschnittlichen Eintritt durch den monatlichen Beitrag „bezahlt“ hat. Und da gibt es in der Tat krasse Unterschiede. Da gibt es einige, von denen ich persönlich weiss, dass sie wenig haben und liebend gerne tanzen. Diese zahlen pro Besuch der Beatbox gerechnet auf alle ihre bisherigen Besuche etwas mehr al 5 Euro pro Abend. Und dann gibt es andere, die für einen Besuch der Beatbox erheblich mehr als den durchschnittlichen Eintrittspreis zahlen. Sie zahlen eben regelmässig, kommen aber nicht so oft. Und hier greift das Solidaritätsprinzip: Menschen, die mehr haben, ermöglichen es Menschen, die weniger haben, am Leben im Toulouse teilzunehmen! Ich weiss nebenbei von einigen, die einen höheren Clubbeitrag zahlen, dass sie genau aus diesen Gründen im Club sind. Und das finde ich klasse und bin diesen Menschen äusserst dankbar.

Nein, eigentlich bin ich allen dankbar, die im Club sind. Denn sie tragen durch ihren regelmässigen Beitrag dazu bei, dieses Zentrum des Tanzes und der Lebendigkeit weiterbestehen zu lassen!

Morgen, Freitag, gibt es um 20 Uhr die Veranstaltung „Chakra Sounds Meditation und Stille“. Wer im Toulouse-Club ist, ist an diesem Abend eingeladen und zahlt keinen Eintritt.

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Eindrücke

Das Toulouse und vor allem die Beatbox ist eine Herzensangelegenheit vieler "alteingesessener" Besucher, die etwas Besonderes für sich gefunden haben. Das ist uns allen bekannt. Wie sich unsere Räume allerdings für Menschen wahrnehmen, denen (solche Institutionen generell und) das Toulouse unbekannt ist , dies erfahren wir nur selten...

Anke hat uns letztes Wochenende zur Beatbox "purely dancing" mit DJ Oliver zum ersten Mal gefunden und beschreibt so herzlich und offen von ihren Empfindungen, dass wir euch das nicht vorenthalten wollen. Denn wir wissen, dass diese Stimmung von allen gemeinsam geschaffen und getragen wird.

In diesem Sinne: Herzlichen Dank an euch- und natürlich an Anke für ihre Worte:

INST Foto 6655

"Ehrlich gesagt, bin ich offen für alles, jeden Stil und neue Erfahrungen - von daher unkomplizierter Gast - aber es hat mich außergewöhnlich positiv überrascht beziehungsweise berührt. Ich war ein bisschen darauf eingestellt, was da auf mich zu kommt. Und fand es noch viel besser.

Wenn ich sonst tanzen gehe, ist immer ein Geist des
"Sehen-und-gesehen-Werdens" auch dabei, der mich nervt. Ich möchte nur tanzen!!!

Und ich war mal in einer Psychosomatik-Reha, wo ich Tanztherapie hatte. An diese wunderbaren Stunden dort und den heilsamen Effekt bei mir musste ich denken! Es war toll. Augen zu und mitschwingen und treiben lassen. Die Atmosphäre war toll, entspannt und freundlich.

DJ Oliver hat super Musik gespielt, der Yogitee im Matratzenlager bei gutem Gespräch mit meiner Freundin hat gut getan. Mir hat es an nichts gefehlt! Ich möchte in jedem Fall wieder kommen!!! Vielen Dank für diesen besonderen Ort der Ruhe, trotz lauter Musik. Es war entspannend, hatte nichts stressiges. Danke!"

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Fragen an den Herbst...

Spätestens nach der Zeitumstellung hat die Dunkelheit des Herbsts sich unser bemächtigt und ich komme jedes Jahr erneut an den Punkt, wo sich mir die Frage aufdrängt: Warum habe ich diese Dunkelheit als Kind nicht als so bedrohlich erlebt, warum hat mich die Kälte nicht gestört und warum das fallende Laub nicht wehmütig gemacht?
Kann es dem mangelnden Bewusstsein des Kindes zugeschrieben werden, die Sterbeprozesse als solche zu identifizieren? Wäre es vielleicht auch die Verbundenheit mit einem höheren Bewusstsein, welches es dem Kind ermöglicht, ohne Ängste sich dem Leben und seinem Wandel hinzugeben?

 leaves-1246616_640Tatsache ist, dass ich durch zunehmende Lebenserfahrung Rhythmen klarer erkenne und mich gewissermaßen gelassener hingeben könnte. Schließlich weiß ich, dass die Sonne wieder aufgeht, der Frühling sicher kommt und auch jedem Problem die Lösung innewohnt. Dennoch fühlt sich die Dunkelheit und die Kälte und das Gefühl, der Winter sei immer doppelt so lang wie der Sommer, besonderer an- es betrifft mich zunehmend. Der Monat November ist, bevor wir kulturgeschichtlich die Lichter entzünden, nicht umsonst der dunkelste Monat im Jahreslauf, in dem Symptome wie zum Beispiel die sogenannte Winterdepression erhöht zu bemerken sind...

Worin liegt die Aufforderung beziehungsweise Herausforderung an den Menschen in unseren Breiten? Welchen Schatz gilt es zu heben? Weshalb werden Figuren wie der Erzengel Michael oder der Heilige Martin in einigen Kreisen in dieser Zeit angesprochen? Anders ausgedrückt: welche Kräfte werden durch diese Figuren (vor)bildhaft und konkret?

Dank der Führung auf meinem Wege bin ich auf mögliche Betrachtungsweisen gestoßen, die ich gerne in einem Anflug von Sonnenabschiedsschmerz teilen möchte.
Ich bin sicher, dass es unter den Menschen, die das Toulouse aufsuchen, einige gibt, die lebhaft und wohlwollend wissen was ich meine...
Meinen Schatz, den ich jede Sekunde eines jeden Tages aber gerade auch im großen Jahresrhythmus wiederholt heben darf, ist mein Licht. Die Kraft meiner Begeisterung für das Leben. Das Feuer, welches mich wärmt und mich im besten Falle auf allen Ebenen täglich mindestens einmal ergreift, um mich gesund zu erhalten.
Mit anderen Worten: Gleichgewicht ist kein Zustand sondern ein Prozess. Einmal am Tag körperlich, seelisch und geistig warm werden und am Besten sogar den "Funken springen zu lassen" und untereinander teilen- das ist das Geschenk, welches ich genauso intensiv und bewusst erleben darf, wie die Dunkelheit und die Kälte.
Und wo geht das besser als beim "TanzenMitMenschen"?!

Schwitzen, Lieben und begeisterte Achtsamkeit...lasst uns dem Herbst -und uns selbst- einheizen ;)

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PUKKA ist jetzt UNILEVER

Mit schönen Verpackungen hat sich der britische Hersteller für Tees seit 2001 auf der ganzen Welt bekannt gemacht. Pukka ist der auf dem Markt in den vergangenen Jahren am schnellsten gewachsene Hersteller von Bio-Tees.

Pukka ist seit kurzem eine Marke des Unilever-Konzerns. Damit findet Pukka sich unter einem Dach mit Marken wie Becel, Knorr, Langnese, Pfanni, Rama, „Du darfst“, Domestos, OMO oder Dove, um nur ein paar Beispiele einer langen Liste zu nennen. Unilever ist der grösste Palmölverbraucher weltweit, fiel wiederholt durch rassistische Werbung (Dove) auf, hat die an Quecksilber vergifteten Arbeiter in Indien bis heute nicht entschädigt und braucht offensichtlich für seinen Marktauftritt einen grünen Anstrich. Damit steht Unilever nicht alleine, auch andere Konzerne, wie z.B. Nestlé, kaufen sich immer mehr in den Bereich der biozertifizierten und veganen Produkte ein. Der Verbraucher bemerkt es oftmals nicht, denn auf Pukka-Tees wird auch weiterhin in grossen Buchstaben „PUKKA“ zu lesen sein.

Allerdings nicht bei uns – nach Genuss der letzten Vorräte verschwinden Pukka-Tees von unserer Getränkekarte …

(Update am 28.10.: Falls Du zu diesem Thema ein paar weitere Informationen wünscht - der Hamburger Bioladen "Warenwirtschaft" hat gerade in seinem aktuellen Newsletter zum Thema "Pukka" Stellung bezogen. Bei Interesse hier klicken und lesen ...)

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Wer braucht schon ein Oktoberfest, wenn er ein Oktoberfinale haben kann...?

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Ein Wochenende liegt vor uns, wie es erfüllter und erfüllender nicht sein könnte!

Das Toulouse wird in all seinen Facetten be- und gelebt und wir freuen uns auf eine herbstlich bunte Besucherschar!

Am Freitag den 27. Oktober geht es herbst-kusche-lich los:
Um 18 Uhr öffnet unser nach frischem Yogi-Tee duftendes Café und um 19 Uhr
ermutigen Michaela und Nicolai euch zum "Blindkuscheln".
Ja, es kann einem schon etwas mulmelig beim Gedanken daran werden...
Gelten die Augen doch als "Fenster zur Seele", so behindert uns das all zu
oft sehr eng mit dem Sehsinn verknüpfte Denken mit seinen Bewertungen. Wir
empfinden so die Berührungen von einem Menschen, den wir als sympathisch
beurteilen tendenziell doch als angenehmer...
Wenn diese Bewertungen nun aber entfallen?
- Dann bleibt sehr viel wahrscheinlicher der pure Moment übrig. Die Berührung
als solche wird empfunden- ganz gleich, wer sie schenkt und wie derjenige eben (aus)schaut...
Eine kleine Portion Mut wird gebraucht- aber nur zum Anmelden ;) ...danach
ist der "Kopf aus" und das Abenteuer kann beginnen...
Zu den Details des Kuschellabors und zur Anmeldung kommst du über den folgenden Link:

www.toulouse.de/kuschellabor

Samstag geht es dann auf der gleichen kontaktfreudigen Temperatur weiter:
Beim monatlichen "Contact Improvisation"-Kurs mit Tilman Rickert zum Thema "Innen und Außen".
Ja, die Themen klingen immer so hochgradig philosophisch!
Und es ist auch jedes Mal auf's Neue faszinierend, wie spektakulär
transzendental die "einfache" Körperlichkeit sein kann!
Mein "Innen" ist dein "Außen" - und umgekehrt...
Und machmal fühlt sich "mein Außen" wie "mein Innen" an, wenn ich durch
Empathie und Achtsamkeit erspüre, dass wir "den selben Herzschlag" haben...
Spannend wird es, wenn wir uns gleichzeitig als "zwei und doch eins"
wahrnehmen und Innen und Außen sich vermischen...
Ach, wie soll man das denn auch theoretisch beschreiben, was doch am Besten ganz praktisch erfahren werden kann-

Komm vorbei- ab 18:15 Uhr sind die Türen offen- und philosophiere körperlich mit uns ;)
Details zu dieser Veranstaltung und den Link zur Anmeldung findest du hier:

www.toulouse.de/contact-improvisation-kurs

Im Anschluss an den Kurs haben die "philosophischen Kontakter" sowie die
anderen bunten Besucher am "CI-Samstag" wieder die Möglichkeit, das Leben und
den Herbst in all seinen Farben zu tanzen- mit Carsten als DJ in der Beatbox und Roland
in der Lounge... das wird ein reges Treiben! ;)

Um dem ganzen Wochenende dann die "krönende Toulousestimmung" aus Tanz und
Bewusstheit zu schenken, legen sich Michaela, Jamal und DJ Roland ins Zeug und
kedenzen für und mit uns den "Spirit Sunday".

Denn das Ende der "Sommerpause" ist erreicht- wir durften uns in Geduld üben...

Von 16:00 bis 18:00 Uhr entdecken wir mit Michaela die Welt der Faszien, dem
tiefen Bindegewebe, welches all unsere Muskeln, Organe und Nerven wie eine zweite Haut liebevoll umschließt.
Loslassen, Weichsein, meditative Zustände und maximale Entspannung können so
"spielend" leicht durch die sphärische Handpan-Musik von Jamal unterstützt
werden. "Körpermeditation Weite" soll dieses Mal der Schwerpunkt des Spirit Yoga sein...

Nach einem Tässchen frisch gekochtem Yogi-Tee im Café wird es eine wahre
Freude sein, das gewonnene Körpergefühl beim "Spirit Move" ab 19 Uhr in Tanz umzusetzen....
Die weichen Töne der Handpan laden auch hier zum Ankommen ein und erleichtern
es wundervoll, dem Körper Aufmerksamkeit und Präsenz zu schenken.
Der Live-Musik folgen meist Mantren, die DJ Roland dann fortführt in
schnelleres, energetischeres Mystic Groove und Trance...

Es ist ein wirklich außergewöhnliches Tanzformat, beim dem das durch Yoga neu
(für einige Besucher auch wieder) gewonnene Körpergefühl im Tanz vertieft werden kann.

Mehr Informationen und Möglichkeit zur Anmeldung finden sich hier:

www.toulouse.de/spirit-yoga

www.toulouse.de/spirit-move

Wie sollte ein neugieriger Gast oder auch der eingeschworene Toulousianer
sich da wohl entscheiden können? ...Wenn er nicht muss- dann nicht ;)
Ansonsten sind wir gespannt, wen uns der Herbstwind hier oder da oder dort hereinweht...

Wir freuen uns sehr auf euch alle und die gemeinsam gelebte Vielfalt im Toulouse!

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purely dancing

FB NewsStream 6800Vor ein paar Jahren noch galt die Fähigkeit des "Multitasking" als hochgehandelte Gabe. (Fakt ohne Hintergedanken: Sie wurde vor allem Frauen zugesprochen beziehungsweise sie rühmten sich mitunter stolz damit...)
Heute wissen wir, dass all zu oft die Qualität darunter leidet...- noch ein offenbares Geheimnis 😉
Die Achtsamkeit, die es verlangt, eine Tätigkeit "nicht nur mit Haut und Haar" sondern mit ganzer seelischer Aufmerksamkeit auszuführen, diese Achtsamkeit ist in Wahrheit der Schatz, den es zu heben gilt.
Unsere Gesellschaft verführt und leidet doch unter dieser Zersplitterung und das Toulouse ist seit jeher ein besonderer Ort für Bewusstheit- und so fühlt es sich auch besonders stimmig an, dass wir in den kommenden Monaten der Achtsamkeit an ausgewählten Abenden in der Beatbox einen inklusiven Raum schenken...


"purely dancing"


Wir würden uns freuen, wenn ihr euch mir uns gemeinsam darauf einlassen wollt:
Im Tanzsaal dürfen wir uns auf wortlose Kommunikation beschränken und dadurch, so hoffen wir, eine ungeahnte Tiefe erleben. Wohlwissend, dass einige Tänzer dies schon leben, ermuntern wir die "Kontaktfreudigen" diesen besonderen, achtsamen Kontakt zu erleben.
"Eingeschlossen in diesen Ausschluss" sind die allgegenwärtigen elektronischen Medien der Kommunikation... Wir bitten euch, füreinander, die Geräte für den Abend im Tanzraum zu beurlauben...
Lasst euch ein (laden) in das alles andere als stille aber wortlose Hier und Jetzt- wir sind sehr gespannt auf eure gemachten Erfahrungen!
Am kommenden Samstag, dem 14. Oktober wird dieser Raum zum ersten Mal bewusst von uns allen gestaltet werden können.....

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LET’S TALK ABOUT SEX!

Eine Sexologin plaudert aus dem Nähkästchen ...

SusannaIn der entspannten ‚Wohnzimmer‘-Atmosphäre unseres Toulouse-Cafes gibt es am 07. Oktober vor der Beatbox einen kurzen Impulsvortrag zu sexuellen Themen. Neben dem Vortrag ist auch Raum für Fragen und Antworten.

Für diese Veranstaltung konnten wir Susanna gewinnen. Susanna-Sitari Rescio ist seit fast zwanzig Jahren Sexualtherapeutin (Heilpraktikerin für Psychotherapie), klinische Sexologin nach dem Modell Sexocorporel und in eigener Praxis tätig. Sie ist außerdem Leiterin der Ausbildung „Einführung in die Sexologie und Sexualberatung“ im SoHam Institut Hamburg.
Aktuell besucht sie den erstmalig im deutschsprachigen Raum stattfindenden Studiengang 'Master of Art in sexueller Gesundheit und Sexologie' an der Hochschule Merseburg (2016-2019) Sie ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung und ihr Buch „Sex und Achtsamkeit“ gibt es inzwischen in mehreren Sprachen. LeserInnen von Magazinen wie Brigitte oder Fit for Fun kennen sie aus Interviews. Ab Ende September schreibt sie für den Orion-Blog über verschiedene Themen rund um die Sexualität.

7. Oktober 19.30 Uhr - Wie ‚tanzt‘ Du Deine Sexualität? Eine Reise durch den Körper

Eintritt frei, aber rechtzeitige Anmeldung erforderlich! Beginn 19:30 Uhr, Dauer etwa eine Stunde, denn danach gibt es Tanzen in der Beatbox

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Von offenbaren Geheimnissen...

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Der September wird verabschiedet- die Zeit fliegt, die Blätter fliegen... und damit unsere Seele nicht mit davonfliegt, geben wir ihr ein wenig Anlass, sich gerne mit dem Leib zu verbinden und laden passend zur Jahreszeit am 30. September zum monatlichen Contact Improvisation Kurs mit dem Thema "Flow" ein:

Der geheimnisvolle Flow gehört wohl zu den "offenbaren Geheimnissen" dieser Welt...
Im Grunde ist es doch sogar für den Kopf nachvollziehbar, dass es Momente gibt beziehungsweise wir bewusst Räume gestalten können, die uns jenseits von Bewertungen leben lassen. Räume, in denen wir durchlässig sind und uns für
intuitive Strömungen öffnen. Momente, in denen Sorgen losgelassen und Ängste auf einmal den Schrecken verlieren. Wir schauen liebevoll dahinter und sehen:
den Fluss, den Wandel, die Gewissheit im ewigen Spiel des Sinns.
Beim Tanz der Contact Improvisation fokussieren wir zunächst stark auf die Leiblichkeit, weshalb Gedanken viel weniger stark wahrgenommen werden können als beispielsweise beim Laufen. Der Flow hat also viele Gesichter. Gefühle kommen und gehen und es fällt leichter, nicht zu bewerten.
Der vielgesichtige Flow wird oft gefunden beim Tanzen, Malen, Laufen, Kuscheln und auch (teilweise ;P) bei der Geburt eines Kindes. 
Wann und wo konntet ihr schon hineintauchen?
Tilman Rickert und wir freuen uns sehr auf euch, um gemeinsam den Flow zu erforschen....
...und nicht zu vergessen:
In der Lounge lädt DJ Roland danach ein und schenkt eurem Flow ideale Bedingungen 

----------------

Details:

- Ankommen 18:15 Uhr, Café geöffnet ab 20:30 Uhr für Ausklang und Übergang, Buddhas Beatbox ab 21:00 Uhr

- 32 Euro inkl. Buddhas Beatbox, bei Vorabüberweisung 30 Euro, Club 20 Euro (enthält: zwei Stunden Contact Improvisation, Eintritt zu Buddhas Beatbox, Garderobe, Getränke-Gutschein im Wert von 2 Euro)

- Wer den Beitrag an der Abendkasse zahlt und nicht zur Beatbox bleiben möchte, bekommt bis 21 Uhr bei Rückgabe des Getränke-Gutscheins 10 Euro erstattet. Kontoeingang für Vorabüberweisungen bis 3 Tage vor der Veranstaltung.

- Anmeldung per Formular unter www.existanz.de/anmeldung.html 
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Teilnehmer begrenzt.

- Bei finanziellen Engpässen kontaktiert Tilman bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir werden eine Lösung finden...

- Leichte Kleidung mitbringen, in der du dich gut bewegen kannst!

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Daniela Wolter - "Wandlungen"

Wandlungen

Die Galerie im Toulouse lädt am Samstag den 16. September zur Vernissage von Daniela Wolter. Nicht nur die Räumlichkeiten werden einen anderen "Klang" haben, denn an diesem Abend gibt es außerdem eine ganz besondere Darbietung von Danielas Freundin Ohelia, die sich für und mit uns mit dem "Tanz ins Licht" präsentieren wird. Musik, Texte und Tanz sind ein Ausschnitt ihrer gleichnamigen CD (www.licht-zeit.de).

"Im Licht der Wandlung - Wandlung ins Licht"

Transformation beziehungsweise Transzendenz ist heute ein geflügeltes Wort, dessen tiefe Bedeutung dem Kopf im Grunde genommen nicht begreiflich sein kann, denn das Unbekannte, Neue kann nicht vorgestellt werden - wo und wohin sich das Leben entwickeln will, dass erkennen -ja beobachten wir lediglich als Teil des lebendigen Prozesses... in Achtsamkeit und Präsenz- also ohne Wünsche oder Vorstellungen, die unseren Blick trüben.

In ihrer Arbeit als Kunst- und Ergotherapeutin durfte Daniela Wolter viele Menschen begleiten, und hat sich mit ihnen auf die transformierende Suche nach dem Mut gemacht.

„Mut, den Hindernissen und Abgründen in uns zu begegnen, die dem Vertrauen im Wege stehen. Mut, Licht ins Dunkel der reichen Palette unserer Empfindungswelten zu bringen. Mut, sie zu ergründen, als Teil unseres Seins anzunehmen und ans Licht der Welt zu bringen.“

Alles, was lebt, wandelt sich. In unserer westlichen Gesellschaft leben wir aber größtenteils so, als ob wir die Schönheit, die darin liegt, nicht anerkennen, halten lieber an oft sogar unbequemem Bekannten fest und sehnen uns nach Stabilität und Sicherheit. Der Schmerz der Wandlung, den wir zu vermeiden suchen, wird so zum Schmerz des ungelebten Lebens... Und auch wenn berühmte Worte sagen, „das einzig sichere in der Welt ist der Wandel“, so fühlen sich doch nur wenige Menschen im Fluss des Lebens Zuhause...

Sehr bewegend schildert Daniela in Wort und Bild ihren Weg über die Grenzen, der im Kopf konstruierten Unzulänglichkeiten hinweg und hinein in die wirkliche Kraft der Momente. Und schöner als mit folgenden Worten, kann man ihre Malerei wohl nicht beschreiben: „Ungezählte Stunden der Zeitlosigkeit und Augenblicke, in denen Schmerz zu Schönheit wurde und Schönheit sich zu bloßem Sein relativierte oder in Selbiges aufstieg, waren damit verbunden.“

Die Ausstellung läuft vom 16. September bis 31. Dezember und ist montags von 13-15 Uhr, freitags von 10 bis 12 Uhr, zur Beatbox samstags um 20:30-02:30 Uhr und nach Absprache zugänglich. 

Details zum Eintritt: Die Vernissage und Performance am 16. September um 18.30 Uhr geht ab 20.30 Uhr über in die Tanzveranstaltung "Buddhas Beatbox". Der Tanz beginnt um 21 Uhr. Für alle BesucherInnen der Ausstellungseröffnung gibt es einen ermässigten Eintritt für den gesamten Abend. BesucherInnen der Vernissage nehmen zum ermässigten Eintritt von 10.- Euro an der Beatbox teil (inkl. Garderobengutschein und 2-Euro-Getränkewertmarke). Wenn Du nur zur Vernissage kommen möchtest, kannst Du die nicht eingelöste Getränkewertmarke bis 20.15 Uhr an der Kasse zurückgeben und erhältst die gezahlten 10.- Euro zurück. Mit anderen Worten: ein Besuch der Vernissage ohne Besuch der Tanzveranstaltung ist kostenfrei.

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Im Toulouse erwartet Dich ...

Im Toulouse erwartet Dich in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten Spannendes … hier eine Vorschau:

Freitag, 25. August, „Electronica“ mit Oliver
Nach der wunderbaren Premiere im Mai, die zweifelsohne nach Wiederholung schrie, beschenkt uns DJ Oliver nun endlich wieder mit einer faszinierenden Welle aus musikgewordenem Glück, auf die wir aufspringen dürfen, diesmal an einem Freitag ...

„Im Wechsel von atmosphärischen, ruhigen Klängen und kräftigen, dynamischen Beats werden die Tänzerinnen zu verschiedensten Emotionen inspiriert. DJ Oliver wird dazu Musik aus den Stilrichtungen Minimal/Deep/Tech House und Electronic kunstvoll ineinander weben, sodass die TänzerInnen sich ganz dem Flow der Musik hingeben können und am Ende der vier Stunden erfüllt in das Wochenende gleiten können."

Für Neugierige, Sympathisanten, Freunde sowie Liebhaber dieses Sounds wird dieser gleichzeitig entspannende wie spannungsvolle Abend einen besonderen Auftakt ins Wochenende bilden.

Mehr erfahren? Hier die Hörprobe aus dem Mai.

Samstag, 26. August bis Samstag, 16. September, „Dynamische Meditation“
Jeden Morgen (ausser Sonntags) von 06.30 bis 07.30 Uhr organisiert und veranstaltet von Heike und Doro. Anmeldung nicht erforderlich, aber bitte 10min vor Beginn da sein. Beitrag für alle 19 Veranstaltungen 60.- Euro, einzeln 5.- Euro. Den Beitrag bitte passend mitbringen …

Samstag, 26. August, Contact-Improvisation (Kurs) mit Tilman vor der Beatbox
Das Thema des monatlichen Kurses hat es in sich, denn sobald wir im Kontakt zu einander stehen, kommunizieren wir, senden und empfangen Informationen- bewusst und unbewusst. Also eigentlich immer! Im Tanz läuft das natürlich nonverbal ab. „Wenn wir es schaffen, den Kopf und seine Bilder loszulassen, wird derTanz zu einer intuitiven Kommunikation der Körper. Je eloquenter dabei ein Körper ist und je facettenreicher der Kontakt, desto bunter ist der Tanz."
Tilman Rickert lädt uns ein, unser körpersprachliches Vokabular zu erweitern, die Körperkommunikation und diverse Kontaktqualitäten zu untersuchen und ihre Auswirkungen auf den Tanz zu erfahren. Beginn um 18.30 Uhr, Voranmeldung erwünscht …


An diesem Abend, dem 26.08., gibt es dann ab 21 Uhr auch das 10-jährige Jubiläum mit der Lounge von Roland in Studio 3! Dazu auch ein Beitrag, den Franziska in unserem Blog nach einem Gespräch mit Roland geschrieben hat.


Noch ein wenig in der Zukunft, aber zwei Events, für die Du Dich jetzt schon anmelden bzw. die Du Dir zumindest in Deinem Kalender vormerken solltest:

Contact-Improvisation Workshop mit Tilman am 18./19. November
Ein komplettes Contact-Wochenende im Toulouse! Jetzt anmelden und 25.- Euro weniger zahlen. Infos hier ...

Sylvester 2017 im Toulouse
Unser buntes Programm zum Jahreswechsel ist online! Dieses Jahr sind für alle, die am Sonntag, dem 31.12. dabei sind, die nichtalkoholischen Getränke im Preis enthalten. Das Ritual beginnt schon am Nachmittag – mehr Zeit zum Zelebrieren und mehr Zeit das Buffet zu geniessen.


P.S. Matthias ist in diesem Beitrag eher redaktionell tätig, denn die Texte zum CI-Kurs und zum Electronica-Event hat Franziska geschrieben …

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„Miteinander tanzen(d) lassen“ -10 Jahre Lounge mit DJ Roland...

RolandToulouseBlogEtwa 18 Jahre ist es her, dass er die Tanznacht im Toulouse entdeckte ...

Die Leidenschaft für die Musik und das Tanzen bewegten Roland viele Jahre (dorthin), dynamische Meditationen nahm er wahr und leitete Veranstaltungen wie Mantra-Tanzen und Spirit Move- und als ein Gast-DJ damals in dem kleinen Raum, dem Studio 3 auflegte, war die Idee geboren worden:

Musik, die dem Stil des Toulouse der ersten Stunde im Studio 1 entspricht, über den ganzen Tanzabend erklingen zu lassen, wobei natürlich auch immer die sich entwickelnde Stimmung entscheidet, ob der Rhythmus auch mal streckenweise schneller wird.

Die Schwierigkeit war die, dass die Stille in diesen langsameren, intensiven Stücken- von der unzureichende Kapazität der zum Test benutzen Technik ganz zu schweigen - nicht gegen die Musik aus dem Studio 1 gegenhalten konnte.

„Aus der Not“ oder eben aus dem Leben heraus wurde der besondere Kniff gefunden: zwei Stücke so übereinander zu legen, dass sich die Stillen gegenseitig überbrücken und nicht übertönt werden können... Es ist viel mehr als nur mischen...

Die Faszination für die „Technik des Musikmachens“ charakterisiert Roland, der kein klassischer „Old-School-DJ“ ist. Er legt, durch seine persönlichen Kontakte impulsiert - mittlerweile auch schon seit 10 Jahren...-, auf größeren, privaten Veranstaltungen auf, die vorher jeder Teilnehmer mit der Musik seiner Lieblings-CD bereicherte, was aber dem Abend nicht unbedingt einen harmonischen Flow schenkte. MystikGroove wurde dort nicht angenommen, aber 70s/80s/90s, ein bisschen Electro und Club-Sound... und Hardrock 😲🤯😅

Und auch wenn Roland nicht auf Rock steht, fasziniert ihn auch dort die Tatsache, dass er die Menschen über die Musik so intensiv begleiten kann und darüber seine persönlichen Vorlieben vollkommen in den Hintergrund geraten.

„Ich persönlich mag Rock überhaupt nicht, und ich kann es auch beim Tanzen nicht ab. Aber wenn ich merke, die Menschen zieht es dahin und ich lege es dann auf, und sie liegen dann am Boden und stampfen und trommeln mit den Händen, dann macht mir das sooo einen Spaß! Alles, was die Leute aus mir und meiner Bibliothek raus holen, spiele ich dann mit Freude!“

Der langsame und intensive Sound der einmal im Monat stattfindenden Lounge ist durch die heutige Technik möglich, denn man kann die Musik viel langsamer spielen, als sie gemacht und gedacht ist, aber dennoch die Tonhöhe beibehalten.

Roland reduziert also zum Beispiel die 120 Beats bestimmter Stücke teilweise um bis zu 20 Schläge und dadurch bekommen sie eine ganz andere Farbe. Die Charakteristik der Stücke zieht dann mit in die Achtsamkeit, der so ein Raum geschenkt wird, ohne dass der Rhythmus den Körper mitreißt... Die Lounge im Toulouse beschreibt Roland als „einen Körper aus vielen Körpern“, wenn sich dort die Tänzer der „Contact Improvisation“ tummeln.

„Im Toulouse tanzen so einmalige Menschen, die die Musik annehmen und ich kann dort so vieles präsentieren! Ich kreiere einen Raum, ich nehme die Menschen mit und animiere sie- und sie nehmen mich mit...“

Mal abgesehen von dem genialen Boden (ein ehemaliger schwingender Turnhallenboden) im großen Studio und dem Barfußtanzen, finden sich in auffällig großer Anzahl viele alternative Menschen- sehr klare, sehr bewusste Menschen mit faszinierenden Geschichten... „Alle sind so besonders anders, da bin ich nicht so anders.“

Und: Es geht einfach hauptsächlich um das Tanzen! Die Tanzfläche ist im Gegensatz zu manch anderen Clubs enorm groß und so ist die Botschaft klar. Es geht nicht so sehr um das in vielen Lokalen vorherrschende, klassische „Sehen und Gesehenwerden“- keine Darstellung sondern Menschsein und schnell sind auch rein menschliche Begegnungen möglich.

Es ist einfach erstaunlich, dass jeden (!) Samstag das Toulouse mit dieser Stimmung einlädt! Dadurch kann man auch sehr gut üben, sich und anderen (tanzend) zu begegnen...

Die Menschen, die in die Lounge kommen, begrüßen Roland zumeist und bedanken sich oft beim rausgehen!

Diese liebevollen, ganz persönliche Dankesworte beflügeln.... Oft wird er gefragt: „Tanzt du lieber oder legst du lieber auf?“- „Beides gleich--- auch Auflegen ist miteinander Tanzen ...“

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Wir gratulieren DJ Carsten!

Dieses Wochenende gehört Carsten. Er feiert sein 30jähriges Jubiläum als DJ -davon 24 Jahre im Toulouse- und ist nebenbei vor kurzem 50 geworden.

Am Samstag öffnen sich um 20.30 Uhr nach einem Event mit geladenen Gästen die Türen für alle, die Carsten gerne gratulieren möchten. Am DJ-Pult steht an diesem Abend Ashish, da Carsten bei dem zu erwartendem Andrang wohl kaum zu den Reglern kommen würde. Natürlich sind auch alle eingeladen, die gar nicht wissen, wer Carsten eigentlich ist und einfach nur tanzen möchten. Die Gelegenheit werden sie haben …

Carsten 01Wer es dann genauer wissen möchte kommt auch am Sonntag - Carsten am Pult der Partybox um 19 Uhr. Und das passt ja auch wunderbar, denn in der Partybox gibt es Hits aus den 70/80/90ern, also aus der Zeit, als Carsten noch so aussah, wie auf den Fotos hier, die er aus den Untiefen der Archive für uns ausgegraben hat. Wir wollten doch mal sehen, wie Carsten mit 20 aussah …

Aus gegebenem Anlass hat Franziska unseren DJ Carsten vor ein paar Tagen interviewt. Was sie dabei in Erfahrung bringen konnte, erzählt sie euch hier:

„Carsten bringt uns zum Kochen“

Am 05. August feiert unser Carsten sein persönliches halbes Jahrhundert UND 30 Jahre als DJ. Nach den geladenen Gästen, dürfen wir mit ihm in der Beatbox seine Jubiläen würdigen- die andere Hälfte des „alten Ehepaars“- DJ Ashish legt dann zu diesem besonderen Anlass auf.

Carstens „erster Gang“ oder vom jungen Gemüse
Als Teenager von älteren Cousins „infiziert“, kaufte er damals im „Traktor“ Platten und legte 1987 schließlich im „Bronx“ in Rissen auf. Tänzer der damals angesagten Diskothek, in der House Musik noch gar nicht vertreten war und eher Soul und Black spielte, wurden von Carsten alle zwei Wochen beschallt und zwar am "besten Party-Tag"- dem Donnerstag!!! Im Auto ein paar Stunden geschlafen und danach ab zur Schule zum Deutsch-Leistungskurs entwickelte sich Carsten so ein paar Jahre als fester DJ des Hauses. Damals vermittelten sich die Djs untereinander Jobs als Vertretung etc. und bewarben sich mit Tapes bei den Clubs...

Die Grundzutaten des „richtigen“ Lebens
Eine Ausbildung musste aber dann doch sein, da die Eltern sich einen „richtigen Job“ für ihren Sohn wünschten. Bei Brinkmann jobbend wurde Carstens Verkaufstalent erkannt und er machte dort eine Ausbildung. Seine spätere Schwiegermutter brachte ihn zur Sparkasse, die damals dringend Mitarbeiter suchte, und er feiert heute auch dort schon sein 25 jähriges Jubiläum...

1992 geheiratet, Vater geworden, zur Sparkasse UND...

Carsten 02

...eine Bewerbung bei Peter (DJ Ashish) über eine kleine, anonyme Anzeige im CUT, eines der damaligen überregionalen Musik-Magazine. 1993 hat es dann auch endlich -und zum Glück!!!- mit dem „Rückruf“ per Postkarte von Ashish geklappt und Carsten -dem HouseSound verfallen- entwickelte im Gespräch mit Peter die ungefähre Linie für die Zusammenarbeit und brachte seinen liebsten Sound mit in das Toulouse.

Weiterhin legte Carsten hier und da und überall auf, kaufte ohne Unterlass Platten, lernte Mixen mit neuer Technik und entwickelte seinen Stil. Er machte sich einen Namen mit Tapes, die er immer nebenbei verkaufte und "kreierte" über die Jahre sein Gehör...

Carstens Kreation oder „der Hauptgang“
Die Philosophie war und ist bis heute: Gegen den Strom spielen, etwas Neues probieren und präsentieren, Offenheit und GUTE Musik! Das Toulouse spielte vor Carsten vor allem Black Music, Rock, Pop, Reggae, Funk und Jazz...und ein bisschen House... es gab schon immer irgendwie alles- aber mit höchster Qualität...

Salzige Episoden
1996 den 2ten Platz bei der Hamburger DJ Meisterschaft im Gaswerk gewonnen, wollte Carsten als „Champ“ irgendwie seine HouseMusic durchdrücken, blieb aber wie in einer guten Beziehung im Gespräch und es konnte eine Synthese gefunden werden, sodass Carsten trotz eindeutiger Favorisierung dieser Musik sich UND dem Toulouse treu bleiben konnte. Denn das eine wird gleichwürdig neben dem anderen erst richtig besonders und nie langweilig...

Das Set von heute hätte die Menschen damals nicht begeistern können, vermutet Carsten.

Ein Tanzabend ist für ihn ein bisschen wie eine Kochshow: live und spontan muss er den Geschmack treffen und doch den Menschen etwas Neues und vor allem, dem eigenen Anspruch gerecht werdend, etwas qualitativ Hochwertiges präsentieren!

Carsten weiß manchmal hinterher nicht mehr, was er aufgelegt hat- denn er ist spontan, lebendig und authentisch im Moment!

Originalität, Einzigartigkeit des musikalischen Gespürs-es gibt immer irgendwo etwas Neues!- das zeichnet Carsten und auch das Toulouse so aus.
Oft wurde im Toulouse etwas aufgelegt, was dann ein halbes Jahr später in den Charts landete!!!

Carsten 03

„Was ist am Toulouse so besonders, dass du ihn als „deinen Laden“ bezeichnest?“
Carsten: „Früher war der Tanzsaal oft voller, aber nicht unbedingt so euphorisch. Die Offenheit, die Affinität für Neues, das hohe Musikverständnis- das ist einzigartig im Toulouse! Es wird sofort getanzt, wenn die Musik ertönt! Da geht kein Band für die erste Stunde... Und: es gibt weniger aber sehr niveauvolle Wünsche vom Publikum!“

Ein besonders Erlebnis:
Sein erstes Mal im neueröffneten Toulouse mit 400 Gästen und gefühlte 20 Minuten vor Eröffnung stand noch nichts, kein Pult, kein Strom........

Und etwas „Süßes“ zum Schluss: „Wann ist eine Tanznacht deiner Erfahrung nach gelungen?“
Carsten: "Wenn ich meinem Anspruch genüge und eine schöne Mischung aus Hits und neuen Sounds mit einigen "gezündeten Raketen“ gespielt habe. Ich mag es zwar schon gerne laut, aber auch ein intensiver Abend ohne euphorische Schreie kann ein sehr gelungener Abend sein.“

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